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Usability von Fahrkartenautomaten (Serie jetzt im Spiegel)

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Nun reden Usability-Experten ja seit Jahren, dass ihr (unser) Thema doch von so zentraler Wichtigkeit sei, aber in der Außenwirkung ist das oft bescheiden. Umso erfreulicher, wenn dieses Thema nun auch in den Massenmedien wenigstens ab und zu (und massenkompatibel vereinfacht) auftaucht. Zum Beispiel bei Spiegel-Online findet das Thema Usability nun einen eigenen Raum in der Serie "Fehlfunktionen - Technik-Macken, die Millionen nerven""Technikärgernis Stempelautomat - Gefangen in der Entwerterfalle" "Design-Fehler -Im Haushalt lauert die dümmste Technik" "Technik-Tücken - Diese Design- Dummheiten nerven Millionen" "Dumm-Design - Die größten Technik- Ärgernisse aller Zeiten" Über manchen Titel oder Inhalt kann man sicher diskutieren, aber dazu vielleicht später mehr.

Usability von Fahrkartenautomaten (Serie)

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Hier noch ein Beispiel, wie man irreführende Fehlermeldungen (natürlich an Fahrkartenautomaten) verfassen kann.
"Verbundtarif: Verkauf nur am Abfahrtsbahnhof"

So weit, so schlecht. Blöd nur, dass diese Fehlermeldung für die Fahrt Hamburg Hbf - Ahrensburg am Hamburg Hbf kommt.
Wie kann man...

Usability von Fahrkartenautomaten (again)

Nein, ich bin nicht davon besessen, aber die FAZ hat dazu ein schönes Interview mit Deutschlands führendem Fahrkarten-Automatenhersteller geführt und kommt am Ende zum Resumee:

"Immer noch nicht aber beantwortet ein Automat die Frage, wie man mit Öffies zu einer bestimmten Adresse kommt. Doch hierfür sollte selbst Ilka nicht dem Apparat einen Stoß versetzen noch gar seine Entwickler mit Vorwürfen strafen. Macht sie auch nicht, seit sie weiß, dass die Logik von Fahrkartenautomaten nicht den geistigen Zustand zeitgenössischer Ingenieurskunst abbildet, sondern den vieler kluger Gremien. Somit als Barometer des intellektuellen Luftdrucks deutscher Verwaltung begriffen, macht die Bedienung jedes Fahrkartenautomaten Laune und ist überaus lehrreich."

(aus FAZ.netFrankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 16.03.2008, Nr. 11 / Seite V16)

Ich weiß ja nicht, ob man wirklich so einfach die Entwickler und Konstrukteure aus der Schusslinie bringen kann. Natürlich sind am Tarifflickenteppich zun…

Das DIN A4 Portemonnaie oder Die Usability von Kontoauszügen

Manchmal fallen (aus Sicht der Usability) bewährte Lösungen auf einen ungünstigeren Stand zurück.

Da ist zum Beispiel die Sache mit dem Kontoauszug: Traditionell sind Kontoauszüge in 1/3 DIN A4. Nunja, war schon immer so, aber das ist ja eigentlich nur eine Formsache. Manchmal fragte man sich vielleicht, warum das wohl schon immer (seit es Kontoauszugdrucker gibt) so war.

Jetzt hat die Deutsche Bank ihre Automaten umgerüstet, so dass diese Kontoauszüge in DIN A4 statt wie bisher ausgedruckt werden. Und da werden auch gleich eine Reihe von Vorteilen genannt:
Zur verbesserten Übersicht sind alle Buchungen optisch durch einen Strich voneinander getrennt. Jede Buchung ist zur leichteren Unterscheidung mit dem jeweiligen Vorzeichen „+“oder „-“ gekennzeichnet. Alle relevanten Kontodaten werden in einer Zeile gebündelt. Zusätzliche Informationen wie z.B. die Kontaktdaten Ihres Investment & FinanzCenters, die telefonischen Zugangswege oder das Dispo-Limit Ihres persönlichen Kontos si…

Nachtrag: Usability von Fahrkartenautomaten

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Potzblitz! Kabel1 hat tatsächlich in seiner Reihe "K1 Das Magazin" den Fernsehbeitrag über die Usability von Fahrkartenautomaten gezeigt.
Nachdem ich mehrere Stunden auf kalten Bahnsteigen immer und immer wieder Fahrkarten in verschiedenen Perspektiven kaufen musste, sind daraus am Ende doch knappe 9 Minuten Berichterstattung geworden. Meinen Dank an Herrn Kumpfert von KölnFilm für einen fairen und sachlichen Bericht. Und die vielen verzweifelten Kunden waren nicht gestellt, sondern die Normalität an den Automaten. Schade, dass die Automaten-Guides und das Interview mit einem Bahn-Verantwortlichen es nicht mehr in den Bericht geschafft haben. Insbesondere von letzterem hätte ich doch gerne mal eine Antwort gehört, wie es zu Netzwabenplänen mit dreistelligen Codes an einem Automaten kommen kann, der nur vierstellige Codes akzeptiert. War wohl die Druckfarbe zu teuer? Usability als TV-Thema, ich finde das hat noch Potenzial ;-)

Automaten immer noch ein Usability-Thema?

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Eigentlich dachte ich immer, dass das Thema "Automaten, an denen man keine Fahrkarte bekommt" so langsam mal vom Tisch sein sollte.

Als dann neulich ein TV Magazin einen Bericht über die (fehlende) Benutzerfreundlichkeit von Fahrkartenautomaten mit mir drehen wollte, war ich zunächst skeptisch. So richtig komplex ist die Aufgabe ja eigentlich nicht:

Nutzersicht: "Ich bin in A und möchte nach B, am besten jetzt gleich"

Aber im Rahmen der mehrtägigen Dreharbeiten kam dann alles ganz anders. An den Automaten zwischen Dortmund und Koblenz waren selbst einfachste Karten nur eher zufällig erhältlich. An den verschiedenen Automaten verschiedener Hersteller kamen allein an den paar Tagen schon eine Vielzahl von Effektivitätsproblemen zu Tage:
Fall 1: Der Automat verkauft mir eine (zu billige) Fahrkarte, sagt mir aber nicht, ob das Fahrtziel damit überhaupt abgedeckt ist. Und dies, obwohl er eine eingebaute Datenbank mit allen Haltestellen hat!Fall 2: Der Automat verkauft mir i…