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The Fun Theory

Wie kann man das Verhalten von Benutzern ändern? Durch Spaß! The Fun Theory zeigt einige eindrucksvolle Beispiele und hat einen Award ausgeschrieben.

Prinz Philip und kompliziertes Design

Prinz Philip, Ehemann von Königin Elisabeth II kämpft mit komplizierter Technik. "Wenn er ein Programm aufzeichnen wolle, ende dies oft damit, dass er mit einer Taschenlampe, einer Lupe und der Bedienungsanleitung auf dem Boden liege. Oder man überläßt dies seinem 10-jährigen Enkel.", so Prinz Philip in einem Interview zum Prince Philip Design Award. Noch eindeutiger äußerte er sich gegenüber der Times. "Um herauszufinden, wie ein Fernsehgerät funktioniert, muss man praktisch Liebe mit dem Ding machen."

Usability von Telefonen (Suchbild)

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Manchmal fragt man sich ja schon "Wie ist so etwas heute noch möglich?" OK, wir leben alle nicht in einer idealen Welt der iterativen nutzer- und aufgabenzentrierten Entwicklungsprozesse, in der emsige Ingenieure zunächst mal die Nutzer fragen, was sie denn so den ganzen Tag tun.

Und OK, für ein Telefon, dazu noch ein Tischapparat mit massig Platz für Tasten und Display und unendlich viel Strom für die Darstellung... das ist eigentlich einfach, um nicht zu sagen kinderleicht.

Das oben abgebildete Wunderwerk kann alles, was früher einen ganzen Schaltkasten benötigt hätte. Zum Beispiel Rufe umleiten, den Namen zu einer Nummer aus einem internen Telefonbuch suchen und natürlich prima exakt die Uhrzeit anzeigen.

Nun ist das mit der Rufumleitung tatsächlich praktisch. Die Namensdarstellung ist auch OK, wobei man eine Telefonbuch-Taste, wie beim Handy üblich, vermisst. Uhrzeit, naja, der Platz war wohl gerade da.

Aber da ist eine Funktion, eine ganz bestimmte, die erst beim Übergang z…

Usability von Fahrplänen

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Rund um die Bahn gibt es immer wieder erstaunlich viele Usability-Mängel. Damit meine ich gar nicht die 2h-Holzklasse-Fahrt (aka S-Bahnen im Fernverkehr) von Hannover nach Paderborn (die zum Glück jetzt meiner Vergangenheit angehört) oder das beliebte Automatenthema (hier im Blog zu finden :-), sondern bereits das strukturelle Thema Verbundtarife und ihre Auswüchse.

Immer öfter scheitert der Online-Kauf einer Fahrkarte bereits daran, dass sogenannte "Verbundtarife" zwingend den DB-Tarif ersetzen. Das hat zur Folge, dass man weder im Internet die Fahrkarte vorher bekommt, noch dass man die gewohnten Bahn-Automaten verwenden kann (oder doch, bloß eben ganz anders).

Besonders skurril wird es dann, wenn zwei Verbundtarife aneinander geraten wie im obigen Beispiel: Der Hamburger HVV-Tarif kollidiert dort mit dem Holsteinischen SH-Tarif. Und obschon natürlich DB, HVV und die Schienenverkehrsanbieter in Schleswig-Holstein allesamt dem gleichen Eigentümer, nämlich uns, dem Staat, dem …

Usability-Höllenfahrt in der japanischen Oberklasse

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Manchmal bringt es der Job des Usability-Experten mit sich, dass man auch mal mit einem Mietwagen durch die Gegend fährt. Und bei den Mietwagen hat man dann eine echte Chance, statt des kleinen Mittelklasseautos kostenlos ein Upgrade auf eine Staatskarosse zu bekommen, weil nichts anderes mehr da ist. Das ist prima.

Und so begab es sich letzte Woche auf dem Weg zur SCOPE|07, dass ich aus Angst vor dem immerwährenden Bahnstreik für die Strecke vom Flughafen Frankfurt bis nach Heidelberg lieber mal den Mietwagen nehmen wollte. Und ja, ich bekam ein Upgrade mit den Worten "Das wird Ihnen gefallen. 250PS". Wow, klang super (V6 mit 3l Hubraum).

Ich setze mich also in diese Komposition aus Hartplastik, Leder und Edelholz und bemerke erstmal die Automatik. Naja, OK, gewöhnt man sich dran. Schlüssel gibt es auch keinen, stattdessen "Keyless entry", d.h. man muss nur in der Nähe seines Auto stehen und schon ist es auf. Bestimmt in vielen urbanen Gegenden sehr sinnvoll, wenn …

Das DIN A4 Portemonnaie oder Die Usability von Kontoauszügen

Manchmal fallen (aus Sicht der Usability) bewährte Lösungen auf einen ungünstigeren Stand zurück.

Da ist zum Beispiel die Sache mit dem Kontoauszug: Traditionell sind Kontoauszüge in 1/3 DIN A4. Nunja, war schon immer so, aber das ist ja eigentlich nur eine Formsache. Manchmal fragte man sich vielleicht, warum das wohl schon immer (seit es Kontoauszugdrucker gibt) so war.

Jetzt hat die Deutsche Bank ihre Automaten umgerüstet, so dass diese Kontoauszüge in DIN A4 statt wie bisher ausgedruckt werden. Und da werden auch gleich eine Reihe von Vorteilen genannt:
Zur verbesserten Übersicht sind alle Buchungen optisch durch einen Strich voneinander getrennt. Jede Buchung ist zur leichteren Unterscheidung mit dem jeweiligen Vorzeichen „+“oder „-“ gekennzeichnet. Alle relevanten Kontodaten werden in einer Zeile gebündelt. Zusätzliche Informationen wie z.B. die Kontaktdaten Ihres Investment & FinanzCenters, die telefonischen Zugangswege oder das Dispo-Limit Ihres persönlichen Kontos si…