Einladung zum BITKOM-Workshop "Enterprise UX" am 20.6.18 in Frankfurt

BITKOM AK Usability & User Experience (UUX) 

Thema: "Enterprise UX"

20. Juni 2018, 10:30 – 16:45 Uhr
Design Offices Frankfurt, Wiesenhüttenplatz 25, 60329 Frankfurt/Main

Die Themen User Experience und Usability (UUX) sind seit einigen Jahren als wichtiges Qualitätsmerkmal und Anforderung an neue Produkte und Services erkannt und sollen etabliert werden. Die Innovationen im Bereich der Software-Entwicklung, der Bedienkonzepte, Geräte und auch neue Herangehensweisen zum Thema Arbeit an sich (Stichwort „New Work“) brauchen eine starke Einbindung des Aspekts UUX. Doch in Umfragen des Bitkom anlässlich des Leitfadens 2016 und bis heute bei Wiederholungen der Befragung, geben stabil 50% der Interessierten an, dass sie trotz erklärtem Willen der Organisation nicht wirklich wissen, wie sie das Thema nun konkret und pragmatisch im Unternehmen umsetzen sollen.

Der Workshop „Enterprise UX“ soll deshalb das Thema insbesondere, wenn auch nicht zwingend ausschließlich, aus Sicht großer Organisationen und ihrer Herausforderungen beleuchten.
  • Top 1 10:30
    Begrüßung und Vorstellen der Agenda Vorstand des AK UUX
    Dr. Frank Termer, Bitkom e.V.
  • Top 2 10:45
    More is more! - Herausforderungen & Lösungsansätze für Enterprise UX bei der Deutschen Bahn
    David Gilbert, DB Systel GmbH

    Im Rahmen der digitalen Transformation sind nicht nur die Interfaces für die Endkunden, sondern auch die Interfaces für die Mitarbeiter für ein positives Gesamtkundenerlebnis essentiell wichtig. In einem Großkonzern wie der Deutschen Bahn besteht hierbei eine große fachliche Bandbreite und Tiefe sowie eine hohe Komplexität. Beim Aufbau von UX Fähigkeiten und deren spürbarer Wirksamkeit im Enterprise Bereich gibt es zahlreiche Hürden zu meistern. Ein wesentlicher Erfolgsfaktor ist dabei eine integrierte Konzeption von klassischem Software Engineering und UX.

    Aus der praktischen Erfahrung, UX aus dem IT-Bereich eines Konzerns in die Breite zu tragen, möchten wir Erfahrungen, Tools und noch zu lösende Punkte weitergeben.
  • Top 3 11:25
    Investition in Experience?
     Axel Platz, Siemens AG

    Anwendungssoftware im betrieblichen Einsatz und zur produktiven Arbeit hat immer zwei Perspektiven, sie ist eine Investition im Hinblick darauf, etwas erwirtschaften zu können, und sie ist Arbeitsmittel, das gemäß seiner Zweckbestimmung bestmöglich einsetzbar sein und wirken soll. Auch wenn grundsätzlich wohl niemand bestreiten will, daß zufriedene, im besten Fall glücklichere Menschen besser arbeiten und mehr leisten können, so geraten bei Investitionsentscheidungen mit Blick auf die Amortisation Aspekte wie Anwenderfreundlichkeit jenseits etwaiger humanistischer Bestrebungen leicht ins Hintertreffen, allenfalls für Gebrauchstauglichkeit scheint ein unmittelbarer Zusammenhang zu effizientem Einsatz gegeben, hingegen ein erlebnisorientierter Gestaltungsansatz, nämlich eine Maximierung des Erlebens statt einer Minimierung von Interaktionsproblemen, scheint nur mittelbar pragmatische Wirkungen zu versprechen und erweist sich oft als Trade-off zwischen wirtschaftlichen Interessen und Anwenderfreundlichkeit – Effizienz versus Experience. Am Ende wird User Experience eher als Mittel der “Verpackung“ denn als Hebel gesehen.

    Nun wird sich im Zuge des digitalen Wandels auch wandeln, was wir arbeiten und wie wir arbeiten – nämlich ein Wandel zur Wissensarbeit vollziehen, also weg von routinisiertem Arbeiten entlang entsprechend optimierter Bedienabfolgen hin zum Generieren von Wissen als Basis für Entscheidungen. Nicht so sehr Standardisierung und Effizienzgewinne als vielmehr die Entfaltung der strategischen und kreativen Fähigkeiten werden den Erfolg bedingen und das bedingt Möglichkeiten, den Dualismus zwischen wirtschaftlichen Zielen und dem Ziel menschenfreundlicher Arbeitsbedingungen in eine Win-win-Situation zu kehren. Es geht dabei um nichts weniger als die Arbeitswelt der Zukunft für den Menschen zu gestalten.
  • 12:05 Mittagessen und Networking
  • Top 4 13:05
    Neues aus dem Bitkom
    Dr. Frank Termer, Bitkom e.V.
  • Top 5 13:20
    Schleichfahrt oder Vollgas voraus? Enterprise Supertanker zwischen Eisbergen und UX
    Dr. Ronald Hartwig, RHaug GmbH

    ERP Software und große Unternehmen erscheinen auf den ersten Blick als ideales Umfeld für eine optimale UX in den Produkten: Ausreichende Budgets, spezialisierte Abteilungen, klare Aufgaben, klare Nutzergruppen und ein greifbarer Nutzungskontext. Was kann da schon schiefgehen?

    Ronald Hartwig ist Geschäftsführer einer Firma, die sich auch auf diese Frage spezialisiert hat, und gibt Antworten, wie es (trotzdem) klappt.
  • Top 6 14:00
    Gamified User Centricity
    Prof. Tim Bruysten, richtwert Gesellschaft für Kommunikationskultur mbH

    Gamified User Centricity ist nicht nur eine Buzzword-Sammlung, die Idee stellt die Selbstwirksamkeitserfahrung als zentrale Basis in den Mittelpunkt Kunden- / Userbeziehung. Prof. Bruysten gibt in seinem Vortrag Anregungen, wie dieses Konzept zu mehr Markenbindung, Nuztungsakzeptanz und besseren Nutzungs-KPI führen kann und zeigt auf, dass Usability dabei manchmal der falsche Weg ist.
  • 14:40 Kaffeepause und Networking
     
  • Top 7 15:10
    Von einer 1 Mann/Frau UX Stelle zur UX Inhouse Abteilung!
    Thorsten Wilhelm, eresult GmbH

    UX Professionals treffen im Jahr 2018 auf Unternehmen mit sehr unterschiedlichen UX Reifegraden. Derzeit am häufigsten ist die 1 Mann/Frau UX Abteilung. In diesen Unternehmen ist ein UX Budget vorhanden. Dieses Budget wird überwiegend eingesetzt für UX Tests (Lab, remote). Diese Tests führen zunächst externe Dienstleister durch. Viele Inhouse-UX’ler, die als „Einzelkämpfer“ ohne Team wirken, neigen dazu mit der Zeit immer mehr selbst zu machen: Sie führen beispielsweise Interviews in den Tests selbst durch und arbeiten „zwischendurch“ an der Erstellung von Prototypen mit.

    Folglich fehlt ihnen Zeit, um gewonnenes Wissen aus den Tests zu dokumentieren und für Produktmanager, Entwickler und Designer dauerhaft nutzbar zu machen. Die gemeinsame Entwicklung von Design-Guidelines und der Aufbau einer Pattern Library findet ebenfalls nicht statt. Nicht optimal.

    Es geht besser: Erfolgreiche Inhouse UX’ler nehmen sich viel Zeit, um den UX Reifegrad ihres Unternehmens stetig weiterzuentwickeln. Damit schaffen sie sowohl für sich selbst als auch für das Unternehmen beste Aussichten auf Erfolg. Denn: Ohne Reifegradentwicklung kein größeres UX Team und ohne ein Team kein „Systematic User-Centered Design (UCD)“ – die nächste Stufe im Reifegradmodell. Was kann ein Inhouse UX’ler konkret tun, um diese Weiterentwicklung als Person und Unternehmen zu schaffen? Dazu bietet Thorsten Wilhelm konkrete Tipps und stellt zahlreiche Good Practices aus unterschiedlichen Unternehmen vor.
  • Top 8 15:50
    International Enterprise UX - Prototyp as a success factor -
    Erfahrungsbericht von einer UX-Expedition durch die Schweiz, Spanien und China

    Simon Krackrügge und Sebastian Ammermüller, Micromata GmbH

    Erfahrungen, Anekdoten und kulturelle Learnings aus der Vorbereitung, Durchführung und Ergebnisauswertung von qualitativen Interviews in China, Spanien, Portugal und der Schweiz als unterstützende Maßnahme bei der Entwicklung einer Business-Software für den weltweiten Einsatz. Als Verständigungselement immer dabei - ein Prototyp.

  • Top 9 16:30
    nächster Termin und Verabschiedung
    Vorstand des AK UUX
    Dr. Frank Termer, Bitkom e.V.
  • ca. 16:45 Ende der Veranstaltung 
Die Teilnahme ist für BITKOM Mitglieder kostenlos. Für interessierte Nicht-Mitglieder besteht ebenfalls die Möglichkeit einer kostenfreien Teilnahme. Setzen Sie sich bitte dazu direkt mit Herrn Dr. Frank Termer (Mail) in Verbindung. 
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